Werkzeug

Häcksler – worauf achten!

Wer einen kompletten Baum fällt kennt das Probem, der Stamm kann mit Hilfe eines Holzspalters zu Brennholz verarbeitet werden. Doch was macht man mit den kleinen und mittelgroßen Ästen? Zum Verbrennen sind diese zu klein und im Garten brauchen sie ewig bis sie abgebaut sind.
hier kommt ein Häcksler ins Spiel. Ein Häcksler dient dazu kleine Äste und Laub noch weiter zu zerkleinern.
Das daraus gewonnene Häckselgut kann anschließend kompostiert werden oder platzsparend entsorgt.Die Preis- und Qualitätsunterschiede bei Häckslern sind enorm, zum einem müssen Hobbygärtner als auch Holz- und Forstbetriebe das passende Gerät finden. Dies spiegelt sich auch in den unterschiedlichen Leistungsklassen von Wechselstromgeräten (230 Volt) über Starkstrom-Häcksler (380 Volt) bis zu Häckslern mit Benzinmotor wieder.
Der Hobbygärtner ist mit einem normalen strombetrieben Häcksler am besten beraten, ein Benzin-Häcksler ist nicht zwangsläufig leistungsstärker, kann aber unabhängig vom Strom eingesetzt werden. Profis setzten auf Starkstrom-Häcksler oder auf Benzin-Häcksler mit der entsprechenden Leistung.
Des Weiteren spielt bei der Wahl des richtigen Häckslers auch die Häckseltechnik eine Rolle. Für die unterschiedlichen Aufgaben gibt es verschiedene Häckseltechniken.

Häckslertypen

Prinzipiell unterscheidet man drei Häckslertypen – Messerhäcksler, Walzenhäcksler und Turbinenhäcksler

Messerhäcksler

Messerhäcksler zerkleinern Aste wie der Name schon sagt mit Hilfe von Messern. Diese sitzen auf einer mit mehrern tausend Umdrehungen pro Minute rotierenen Scheibe.
Zu hartes Holz oder Fremdkörper wie Steine oder Draht machen die Messer stumpf oder schlagen sogar Scharten in die Messer. Dies senkt die Leistung merklich. Die meisten Klingen lassen sich nachschärfen oder ersetzen.
Messerhäcksler eignen sich vor allem um weichen, voluminösen Gartenabfälle wie von Stauden und Sträuchern Herr zu werden. Bei dicken Ästen neigen die Geräte zum Blockieren.

Walzenhäcksler

Walzenhäcksler werden empfohlen wenn man vor allem hartes oder trockenes Material zerkleinern möchte. Weiches Material wie junge Äste oder faserige Ranken können sich um die Walze wickeln und so den Häcksler blockieren.
Die langsam rotierende Walze (circa 40 Umdrehungen pro Minute) bricht die Holzfasern auf, so dass Mirkoorganismen ins Holz eindringen können. Das so erzeugt Häckselgut verrottet sehr schnell und eignet sich somit hervorragend zum Kompostieren.
Walzenhäcksler sind in der Regel 100 bis 200€ teuerer als gleichwertige Messerhäcksler.

Turbinenhäcksler

Turbinenhäcksler vereinen die Vorteile der Walzen- und Messerhäcksler. Sie können sowohl weiches als auch hartes material verarbeiten. Angenehm bei der Arbeit mit einem solchen Häcksler ist, dass sie sehr leise sind und das Schnittgut selbst eingezogen wird.
verstopfungen treten recht selten auf und wenn doch hilft ein eingebauter Rückwärtslauf.
Leider spielen Turbinenhäcksler preislich in der Oberklasse und können auch leistungstechnisch nicht ganz mit den anderen Klassen mit halten.

Allzweckhäcksler

Allzweckhäcksler sind eigentlich keine eigene Klasse von Häckslern. Vielmehr haben Allzweckhäcksler im Gegensatz zum Messerhäcksler einen großen Einfüllschacht. Sie eignen sich zum Häckseln von ganzen Stauden oder Büschen.
Zusätzlich zu den rotierenden Messern ist meist noch ein Kronmesser verbaut, welches die Vorarbeit leistet und das Material vorzerkleinert.

Worauf beim Kauf achten

Geräuschentwicklung

Inzwischen gibt es leise Häcksler – Walzenhäcksler sind bauartbedingt mit am leisesten. Wer seinen Nachbarn und seinen Ohren etwas Gutes tun möchte achtet beim Häckslerkauf auf die Lautstärke.

Kaufempfehlungen

Verwendung für Häckselgut

Der einfachste Weg

Alles was der Häcksler ausspuckt wandert in die Biotonne oder wird auf einem Recyclinghof entsorgt. Dies ist zwar bequem, aber man kann den Rohstoff Häckselgut durchaus weiterverwenden.
Dies ist nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern spart manchmal sogar noch bares Geld – so macht der Einsatz des Häckslers gleich doppelt Spaß.

Verheizen

Manche Häcksler können gleich kleine Hackschnitzel für den Kamin pressen. Wenn das Holz trocken ist, kann mand das Häckselgut zum anfeuern des Kamins oder eines Grills verwenden.
Doch Vorsicht größere Haufen von Häckselgut können Feuer fangen wenn man diese in der Sonne trocknen lässt.

Im Garten

Häckselgut kann wie z.B. Rindenmulch in dicker Schicht (circa 5 bis 10cm) auf Beete gestreut werden. Dies verhindert das Unkrautwachstum, hält im Sommer die Erde feucht und sieht obendrein noch gut aus.
Doch auch Wege können statt mit Kies oder Platten mit Häckselgut angelegt werden. Links und rechts des Weges eine Begrenzung und der Weg kann mit dem wertvollen Rohstoff aufgefüllt werden.

Für Pferde

Pferdebesitzer freuen sich, denn Pferde lieben den angenehmen Untergrund, den eine Schicht Häckselgut bereitet.

Für den Komposter

Wer einen größeren Komposter hat kann ohne Probleme einen Teil Häckselgut beimischen. So erhält man nährstoffreiche Erde und der ökologische Kreislauf schließt sich wieder.

Sicherheitshinweise

Ein Häcksler sollte nur auf planen und festem Untergrund verwendet werden!
Es macht Sinn bei der Arbeit am Häcksler Handschuhe und eine Sicherheitsbrille zu tragen, dies schützt zum einem vor Dornen im Schnittgut als auch vor zurückschlagenden Ästen.
Fall man einen sehr lauten Häcksler besitzt ist das Tragen eine Ohrenschutzes anzuraten.
Sollte der Häcksler einmal verstopft sein, trennen Sie den Häcksler vom Strom und warten Sie bis sich nichts mehr bewegt – ein Häcksler macht auch nicht vor Fingern halt.

Letzte Aktualisierung am 22.04.2024 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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