Gartenpflege

Gartenpflege- was bedeutet das in der Praxis?

Jeder Garten trägt zum aktiven Klimaschutz bei, weil die Pflanzen und Bäume im Garten die Luft reinigen. Mieter haben oft einen Vorgarten, der von dir als Mieter gepflegt werden muss, wenn nichts anderes im Vertrag vereinbart worden ist. Manche Mieter betrachten die Aufgabe der Gartenpflege als lästige Pflicht. Es gibt aber eine zweite Gruppe, Menschen wie du es bist, die sich auf die Gartenarbeit als Abwechslung vom Alltag. Wer kein Einfamilienhaus hat oder keinen Vorgarten kann sich einen Klengarten freuen pachten, um kreative Ideen im Bereich des Gartens zu verwirklichen.

Welche Aufgaben warten im Bereich der Gartenpflege?

Gemäß § 133, § 157 und § 242 BGB sind bei der Übergabe der Gartenarbeit an den Mieter lediglich leichte Tätigkeiten im Garten gemeint, die sich ohne Fachkenntnisse durchführen lassen:

  • Den Rasen mähen
  • Das Unkraut jäten
  • Neue Stauden pflanzen
  • Bei Bedarf im Herbst das Laub entfernen
  • Gehwege im Garten im Winter Schnee- und Eisfrei

Wenn im Mietvertrag die Tätigkeiten rund um die Gartenarbeit nicht genauer beschrieben sind, gelten die Vorgaben des Bürgerliche Gesetzbuches (BGB). Bei speziellen Aufgaben wie der der Bekämpfung von Schädlingen müssen die Garten-Experten tätig werden, weil der Umwelt- und Pflanzenschutz nicht durch Laien vernachlässigt werden darf. Fressbegierige Schnecken, die sich auf den Salat stürzen, lassen sich aber einfach einsammeln und an einen anderen Ort, der geeigneter ist, wieder absetzen.

Tipps für die fachgerechte Pflege des Gartens

Gartenbewässerungsmethoden sind in Zeiten des Klimawandels unverzichtbar. Die Wartezeit bis zum nächsten Regen kann dem Wachstum im Garten ein vermeidbares Ende setzen. Eine mäßige und kontinuierliche Wasserversorgung sichert das stete Wachstum der Pflanzenwelt. Bäumen und Sträucher müssen im Frühjahr und im Herbst leicht beschnitten werden, damit sie nicht übermäßig wuchern. Jede Jahreszeit hat seine Besonderheiten im Bereich der effektiven Gartenarbeit:

Gartenpflege im Frühling / Winter

Was gibt es im Januar im Garten zu tun?

Die Zeit der Feiern ist zu Ende, der Weihnachtsbaum kann im Garten in kleine Teile zerlegt werden. Danach wir der zur Kompostierung im Garten eingesetzt. Winterlinge lassen sich bereits im Januar pflanzen und zeigen im Frühjahr die schönen Blüten.

Im Februar gibt es viel zu tun

Die kühlere Jahreszeit kann gezielt benutzt werden, um den Garten das Frühjahr vorzubereiten. Kompost macht lehmigen Boden lockerer. Beim Samen in den Läden ist die Auswahl jetzt noch besonders groß. Erste Sonnetage führen dazu, dass der Rasen zu sprießen beginnt, in einigen Fällen muss er gemäht werden

Im März warten die nächsten Garten Aufgaben

Rosen werden geschnitten und gedüngt, Sträucher müssen zurückgeschnitten werden. Das erste Unkraut sprießt und muss entfernt werden. Im März wird es oft schon angenehm warm, dann plötzlich wieder eiskalt. Pflanzen und Sträucher müssen vor den Temperaturschwankungen mit einem Vlies geschützt werden,

Das Wetter im April ist wechselhaft

Mit dem wechselhaften Wetter geht im April weiter, sonnige und regnerische Tage wechseln sich ab. Mit dem Gewächshaus lassen sich die Pflanzen an stürmischen oder kalten Tagen sicher schützen. Kopflastige Stauden, die im Gewächshaus keinen Platz finden, müssen befestigt werden.

Die Wetterlage im Mai wird stabiler

Der Wonnemonat Mai bringt eine relativ stabile Wetterlage, als einer der schönsten Gartenmonate ist die kalte Jahreszeit nun so gut wie vorbei. Jungpflanzen müssen gepflegt werden, Kletterpflanzen werden befestigt. Wer den Spargel rechtzeitig angebaut hat, kann ihn Ende des Monats Mais ernten. Im Kübel vorgezogen Frühkartoffeln schmecken zum frisch geernteten Spargel sehr gut.

Gartenpflege im Sommer

Säen und Düngen im Juni

Kartoffeln anhäufen, Unkraut jäten, Ernten des Frühgemüses und Säen von neuem Gemüse, im Juni geht es munter weiter mit der Arbeit im Garten. Aus dem Gartenteich müssen die Algen entfernt werden, damit die Zierfische genug Sauerstoff bekommen.

Sommerzeit= Gartenzeit im Juli

Manch einer spart sich den Stau auf der Autobahn und verbringt den Urlaub im Garten. Mit dem Liegestuhl, dem Plätschern der Mini-Wasserfalls und kulinarischen Highlights am Grillabend lässt es sich im Garten aushalten. Beeren und Äpfel werden reif und fallen dir fast in den Mund. Die Arbeit der Vormonate im Gemüsegarten zahlt sich aus, eine Köstlichkeit nach der anderen wird reif.

Im August an den Winter denken

Das Gießen ist in der trockenen Sommerzeit wichtig, weniger Wasser und regemäßig gießen ist besser als die gelegentliche komplette Bewässerung, die zu leicht zur Überwässerung führt. Der Rasen muss nun einmal in der Woche gemäht werden. Dicke Bohnen und Erbsen können nun geerntet werden, wenn sie rechtzeitig im Frühjahr gesät oder gesetzt worden sind.

Gartenpflege im Herbst

Der September ist der Monat der Birnenernte

Birnen werden im September geerntet, sie lassen sich in der Küche vielseitig einsetzen. Kartoffeln sind ebenfalls bereit für die Ernte, aus ihnen lassen sich leckere Pfannkuchen herstellen. Der Rasen wird vertikuliert, falls es Lücken im Rasen gibt, werden sie jetzt durch aktives Säen geschlossen. Das laubschutznetz schützt den Gartenteich vor dem Laubbefall der kommenden Saison.

Im goldenen Oktober geht das Gartenjahr zu Ende

Die Arbeit im Garten zahlt sich mehrfach aus, blühende Blumen sind ein visuelles Highlight. Gemüse liefert Vitamine und schont die Haushaltskasse. Selbst angebaut, weist du genau, ob und welche Pflanzenschutzmittel verwendet worden sind. Der Befall durch Schnecken lässt sich zum Beispiel durch Hochbeete vermeiden. Äpfel werden geehrte und eingelagert, für die kalte Jahreszeit werden Frostschutzmaterialien gesammelt.

Was gibt es im November im Garten zu tun?

Jetzt glaubst du, im November gibt es im Garten nichts mehr zu tun. Doch, einiges kann noch erledigt werden: Bäume und Sträucher werden beschnitten. Wer möchte, kann Tulpen pflanzen, um im folgenden Jahr davon zu profitieren. Beete müssen auf die Wintersaison vorbereitet und aufgeräumt werden.

Gartenpflege zu Beginn des  Winters

Der Dezember und die Frostzeit

Im Dezember ist es oft noch sehr mild, manchmal kommt bereits der erste Frost. Weiden und Hartriegel bringen Farbe in den Garten. Stechpalmen und Efeu aus dem Garten lassen sich für die weihnachtliche Dekoration im Haus verarbeiten. Nach den Feiertagen beginnt das Gartenjahr von vorne.

Gartentipps für die Saison

Frühjahr

Die meisten Pflanzen und Stauden (Frühjahrsblüher) werden jetzt nach dem Ende der Eisheiligen gesät, gepflanzt oder gesetzt. Licht- und Bodenverhältnisse der Region müssen beachtet werden, damit im Garten später alles wächst und gedeiht. Schnittblumen und Gemüse bereichern jeden Garten und werden zum Blickfang. Wer wenig Zeit für die Bewässerung hat, wählt Pflanzen aus, die mit wenig Wasser auskommen.

Sommer

Im Sommer müssen die Pflanzen und Blumen besonders häufig gegossen werden, damit sie nicht vorzeitig eingehen. Heilpflanzen wie Salbei oder Kamille lassen sich im heimischen Garten anbauen. Das Mähen des Rasens ist wichtig und darf nicht vernachlässigt werden, wenn der Rasen gepflegt aussehen soll. Die gemütliche Gartenatmosphäre kann durch dekorative Lampions am Abend gesteigert werden, Grillpartys werden gerne im Garten gefeiert. Holzasche vom Grill wird nach dem Abkühlen als Dünger weiterverwendet, weil die Asche Kalzium enthält. Die geschickte Auswahl der Gartenmöbel in Form harter Hölzer wie der Robinie verlängern die Haltbarkeit des Mobiliars im Garten und schonen dein Budget.

Herbst

Den Reichtum der Natur richtig ausschöpfen, im Herbst ist Erntezeit. Für Kleingärtner war der eigene Garten früher eine Art Existenzsicherung, denn von der Ernte war meistens die ganze Familie abhängig. Mit der ersten Herbstbrise weht das Laub auf den Rasen und muss entfernt werden. Praktiziertes Gärtnerwissen bedeutet, sich der Saison durch die passende Pflege saisonal anzupassen. Das Fachwissen über Mischkulturen bedeutet zu wissen, welche Pflanze sich am besten mit anderen verträgt, um die Erträge im Garten zu steigern.

Winter

In der Wintersaison wird es im Garten ruhiger. Rote Beete gehört zu den Wintergemüsen, die jetzt geerntet werden können. Ahorn und Birken können nun geschnitten werden, weil das Schneiden in der Wachstumsphase aufgrund des hohen Saftverlustes vermieden werden sollten.

Umweltschutz macht nicht vor der Gartentür Halt

Umweltverträgliche Schädlingsbekämpfungsmethoden gehören bei der Gartenarbeit automatisch dazu. Es besteht sonst die Gefahr, dass Pflanzenschutzmittel ins Grundwasser gelangen. Nützlinge des Gartens werden gefährdet, wenn sie von dem Wasser im Teich trinken, denn das Regenwasser spült die Pflanzenschutzmittel auch dorthin. Es gibt viele Gartentiere, die das Ökosystem am Leben halten und die aus diesem Grund gar nicht bekämpft werden müssen. Bei der Düngung der Pflanzen ist ebenso wie bei dem Pflanzenschutzmittel die Dosierung entscheidend, denn weniger kann mehr sein.

Bäume im Garten pflegen

Bäume spenden Schatten, reinigen die Luft und sind das Zuhause für einige Tierarten. Nur durch die richtige Pflege kann zum Beispiel der Befall mit Borkenkäfern vermieden werden. Falls der Befall zu viel wird, muss der eine oder der andere Baum sogar gefällt werden. Der Baumstumpf ist danach ein unerwünschtes Überbleibsel, die Stubben-Fräse erleichtert das Aussägen des Stumpfes.

Gartenpflege - Aktiver Klimaschutz durch den Kleingarten

Vielen Naturfreunden sind Demonstrationen für ein besseres Klima zu wenig. In Großstädten wie Berlin wollen sie dem grauen Stadtleben eine grüne Note geben und zum Kleingärtner werden. Die Freiflächen für die Eröffnung eines Kleingartenvereins ist begrenzt, obwohl die Zahl der Hobbygärtner steigt. Mit der Anzahl der Hobbygärtner steigt die Chance der Artenerhaltung der Insekten an. Das Ernterisiko hält sich bei einer fachgerechten Pflege des Gartens mit der regelmäßigen Bewässerung in Grenzen. Die Ernte aus dem Kleingarten kann Studenten oder Rentnern helfen, die Kosten für die Lebenshaltung zu senken.

Rentieren sich die Kosten für den Gärtner?

Die größtmögliche Kontrolle über die Vorgärten behält der Vermieter oder der Besitzer des Eigenheims, wenn er die Gartenarbeiten an einen Gärtner vergibt. Als Betriebskosten werden die Kosten auf alle Mieter umgelegt. Je nach Art des Gärtner Betriebs liegen beginnen die Kosten pro Stunde bei 50 Euro. Sie können je nach Art des Auftrages und Größe des Betriebes darunter oder darüber liegen. Ein Preisvergleich mit schriftlichen Angeboten ist erforderlich, um ein angemessenes Angebot zu erhalten. Die Pflegeintensität eines Gartens hat zahlreiche Facetten. Nur ein erfahrener Gärtner kann nach der Besichtigung des Gartens sagen, wie hoch die individuellen Kosten im Einzelfall werden.

  • Anbau,  Gartenpflege

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