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10 Tipps für die Verwendung von Kaffeesatz

Millionen von Deutschen beginnen ihren Morgen täglich mit einer frisch aufgebrühten Tasse Kaffee. Ob aus einem Vollautomaten, mit selbstgemahlenen Kaffeebohnen oder vorgemahlenen Kaffeebohnen, als Espresso oder Macchiato, eine Sache verbindet die Morgenstunden der meisten Kaffeetrinker. Das Entsorgen des Kaffeesatzes, nachdem der Kaffee aufgebrüht worden ist. Ab in den Müll und an den Frühstückstisch. Was sich längst als Routine eingespielt hat, dürfte der eine oder andere nach diesem Artikel überdenken, wenn man in Betracht zieht, welche besonderen Kräfte die Kaffeebohne in sich birgt. Sie kann in zahlreichen Bereichen des Haushaltes eingesetzt werden und ist in jedem Fall weitaus wertvoller als gewöhnliche Küchenabfälle.

Kaffeesatz richtig vorbereiten

Bei den meisten Weiterverwendungsformen von Kaffeesatz reicht es nicht aus den feuchten Satz zu benutzen. Stattdessen muss der Kaffeesatz vor der Verarbeitung getrocknet und damit haltbar gemacht werden. Das geht allerdings sehr einfach. Entferne nach dem Frühstück den Kaffeesatz aus der Kaffeemaschine, breite ihn auf einem Teller aus und lasse ihn für einige Stunden an der Luft trocknen. Nach der Trocknung sind die gemahlenen Kaffeebohnen deutlich länger haltbar.

Kaffeesatz im Badezimmer

Längst hat Kaffee Einzug in die Welt der Kosmetik erhalten, Gesichtsmasken mit Kaffee werden angeboten; dem Koffein werden pflegende und verjüngende Eigenschaften nachgesagt. Doch was ist an diesen Werbeversprechen dran? Und wie kann man auch mit dem eigenen Kaffeesatz positive Ergebnisse erzielen?

In der Tat kann Kaffeesatz positiv auf die Haut einwirken und das aus zweierlei Gründen. Durch im Kaffeesatz enthaltene Schleifpartikelchen lösen sich tote Hautzellen leichter; die Zellerneuerung wird erleichtert. Das Koffein im Kaffeesatz wirkt zudem beruhigend auf die Haut und ist somit eine sehr gute Zutat für ein selbstgemachtes Peeling. Zwei Esslöffel der Kaffeebohnen-Rückstände, ein Teelöffel Zucker und ein Esslöffel Öl – am besten ein aromatisches Öl wie Kokosöl – genügen bereits für das schonende Hautpeeling. Kaffeesatz kann somit glättende Effekte auf die Haut haben.

Nicht nur Haut, sondern auch Haare können von dem Koffein aus den Kaffeebohnen profitieren. Eine Haarkur ist ähnlich einfach herzustellen und weist ebenfalls einige interessante positive Effekte auf. Ausschlaggebend in den zahlreichen Koffeinshampoos, die bereits in Drogerieläden angeboten werden, sind die Antioxidantien aus Kaffeebohnen. Diese sind auch im Kaffeesatz enthalten. Nach dem morgendlichen Kaffee kann man den Kaffeesatz also direkt ins Bad mitnehmen und in das Haar einarbeiten. Nach etwas Einwirkzeit und dem Ausspülen ist die Arbeit auch schon getan. Langfristig kann das Koffein das Haarwachstum anregen und für volleres Haar sorgen.

Zudem kann Kaffeesatz noch in Augenmasken, Gesichtsmasken und Lippenbalsam verwendet werden.

Kaffeesatz als Hausmittel beim Putzen

Auch in den Belangen des Haushaltes kann Kaffeesatz ein wahrer Lebensretter sein. Und nicht nur das. Er stellt auch die nachhaltigere Alternative zu künstlichen Reinigungsmitteln dar. Zu guter Letzt kann er auch der perfekte Lufterfrischer für Kaffeeliebhaber sein.

Scheuermilch wird beim Geschirrwaschen für gewöhnlich als Mittel gegen hartnäckige Verschmutzungen verwendet. Doch das muss nicht die einzige Lösung sein. Der Kaffeesatz, der sowieso im Müll landen würde, kann ähnliche Effekte erzielen. Das liegt mitunter an den Schleifpartikeln, die infolge des Mahlens der Kaffeebohnen im Kaffeesatz enthalten sind. Einfach auf den Schwamm geben und schrubben.

In der kalten Jahreszeit kann Kaffeesatz Sauereien am Kamin vorbeugen. Der frische, noch feuchte, Kaffeesatz kann den Staub, der bei der Entsorgung von Asche aufkommt, zu großen Teilen binden. Im Anschluss kann man beides ohne Sauerei im Müll entsorgen.

Unangenehme Gerüche entfernt Kaffeesatz ähnlich gut wie hartnäckige Verschmutzungen. Hände, die nach dem Kochen nach Zwiebeln und nach Knoblauch stinken, verlieren den unangenehmen Geruch, wenn man sich etwas eine halbe Minute mit dem Kaffeesatz einreibt. Auch im Kühlschranke kann der wohlige Geruch von Kaffeebohnen von Vorteil sein. Eine einfache Schale Kaffeesatz im Kühlschrank bindet unangenehme Gerüche und sorgt für ein gutes Geruchserlebnis beim Öffnen des Kühlschranks.

 

Kaffeesatz im Garten

 

Zu guter Letzt kommt Kaffeesatz auch im Garten zum Einsatz. Denn nicht nur Menschen, sondern auch Pflanzen profitieren von den besonderen Fähigkeiten der Kaffeebohnen. Wieder einmal spielt das Koffein eine große Rolle, aber auch einige Nährstoffe sind nützliche Begleiter der Gartenarbeit.

Das Koffein fungiert als Nervengift für eine Handvoll von Schädlingen wie Schnecken. Andere Schädlinge mögen den Geruch zudem nicht oder verlieren durch den starken Kaffeegeruch ihre Orientierung. So oder so kann der Kaffeesatz Tiere vom Gartengemüse und -pflanzen fernhalten. Dazu muss der Kaffeesatz nur um das zu schützende Gewächs oder auf die Wege der Schädlinge geleert werden.

Bei den oben erwähnten Nährstoffen handelt es sich um Stickstoff, Phosphor und Kalium. Diese versorgen Gartengewächse mit wichtigen Nährstoffen und regen vermengt mit der Blumenerde deren Wachstum an.

Sollte der Kaffeesatz im Bad, dem Haushalt oder Garten keine Verwendung finden, kann er zumindest noch auf dem heimischen Kompost von Nutzen sein. Denn der Kaffeesatz hält auch hier Schädlinge fern, lockt aber wiederum Regenwürmer an, die die Qualität des Kompostes enorm steigern. Sie sorgen für lockere Erde, die besser mit Sauerstoff versorgt wird. Die oben erwähnten Nährstoffe beschleunigen zudem den sogenannten Versauerungsprozess, also die Entstehung verwendbarer Erde.

 

Fazit

 

Die Rückstände von Kaffeebohnen bieten erstaunliche viele Anwendungsmöglichkeiten, die die Arbeit im Haushalt und im Garten, sowie die körperliche Hygiene begünstigen. Ob als Maske, Peeling, Lufterfrischer oder Dünger, Kaffeesatz ist in jedem Fall eine wichtige Ergänzung für jeden Haushalt und definitiv zu schade für den einfachen Hausmüll.

 

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